1.065.675. So viele deutsche Firmeneinträge sind laut den Echtzeitdaten von Scrap.io (Stand August 2026) dauerhaft geschlossen — und stehen trotzdem noch in irgendeinem Branchenbuch. Irgendwo tippt gerade jemand eine dieser toten Adressen in seine Prospektionsliste. Autsch.
Das ist das eigentliche Problem mit dem klassischen Verzeichnis: Die Einträge sind teils veraltet, teils kostenpflichtig, und keiner der großen Anbieter deckt wirklich alles ab. Gelbe Seiten, Das Örtliche, 11880 — jeder verkauft Ihnen eine Momentaufnahme von gestern.
In diesem Artikel schauen wir uns an, was ein Branchenbuch 2026 überhaupt noch ist, welche es in Deutschland gibt, was ein Eintrag kostet (und wo die Abzocke lauert) — und vor allem, wie Sie sich die Daten selbst herausholen, statt sie mühsam abzutippen. Kein Marketing-Geschwätz. Nur Zahlen und Praxis.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Branchenbuch? Definition und Stand 2026
- Die wichtigsten Branchenbücher in Deutschland im Vergleich
- Branchenbuch-Eintrag: Kosten, Nutzen — und die Abzock-Falle
- Warum Google Maps 2026 das größte Branchenbuch Deutschlands ist
- Firmen im Branchenbuch finden: 4 Wege im Vergleich
- Ein komplettes Branchenbuch exportieren: Stadt, Bundesland oder ganz Deutschland
- Branchenbuch-Daten rechtssicher nutzen: § 7 UWG und DSGVO
- Branchenbuch nach Stadt: Hamburg, München, Berlin
- Häufige Fragen zum Branchenbuch (FAQ)
Was ist ein Branchenbuch? Definition und Stand 2026
Ein Verzeichnis von Firmen, sortiert nach Branche. Klingt simpel. In der Praxis ist 2026 kaum noch etwas daran simpel.
Ein Branchenbuch ist im Kern ein Verzeichnis, in dem Unternehmen nach Branche und Ort geordnet aufgelistet sind — mit Name, Adresse, Telefonnummer und meist Öffnungszeiten. Wenn Sie sich fragen, was ist ein Branchenbuch im Unterschied zum Telefonbuch: Es sortiert nach Tätigkeit („alle Elektriker in Dortmund"), das klassische Telefonbuch nach Namen. Der eine sucht einen Dienstleister, der andere eine bekannte Person.
Vom Papier zum Pixel hat sich dabei einiges verschoben. Das Verzeichnis von heute ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern ein Local-SEO-Signal: Ein sauberer Eintrag (eine sogenannte Citation) stützt Ihr Ranking auf Google Maps. Und es kommt noch eine Ebene dazu, die kaum jemand auf dem Schirm hat.
Branchenbücher sind 2026 nämlich zur Datenquelle für KI-Systeme geworden. ChatGPT zieht über Bing Places, Siri über Apple Business Connect. Wer dort nicht sauber gelistet ist, taucht auch in den KI-Empfehlungen nicht auf. Ein Eintrag ist also längst mehr als ein Karteikasten-Relikt.
Engin Buldak, Geschäftsführer der Hamburger Local-SEO-Agentur DTILE GmbH, bringt genau das auf den Punkt:
„Bing Places wird von über 99 Prozent der deutschen Betriebe ignoriert, dabei ist es der direkte Datenfeed für ChatGPT-Empfehlungen. Kaum Wettbewerb, einmal einrichten, dauerhaft präsent."
Branchenbuch vs. Firmenverzeichnis vs. Telefonbuch
Drei Begriffe, ständig durcheinandergeworfen. Räumen wir kurz auf.
Das Firmenverzeichnis ist der breiteste Begriff — jede strukturierte Liste von Unternehmen fällt darunter, egal nach welchem Kriterium sortiert. Es ist ein Firmenverzeichnis mit einer festen Sortierlogik: nach Branche. Und das Telefonbuch (die „White Pages") enthält zusätzlich private Einträge und ist eben nicht branchenorientiert. Für Ihre Praxis heißt das: Wer Betriebe einer bestimmten Branche sucht, braucht ein solches Verzeichnis oder ein gut filterbares Firmenverzeichnis — kein Telefonbuch.
Die wichtigsten Branchenbücher in Deutschland im Vergleich
Gelbe Seiten, Das Örtliche, 11880, Cylex, meinestadt — auf dem Papier haben Sie die Qual der Wahl. In der Praxis decken alle dieselben Betriebe ab, und keiner davon liefert Ihnen die Daten heraus.
Welche Branchenbücher gibt es in Deutschland? Die wichtigsten sind schnell aufgezählt:
- Gelbe Seiten — der bekannteste Name, bundesweit
- Das Örtliche — Telefonbuch plus Branchenbuch, stark lokal
- Das Telefonbuch — bundesweit, klassisch
- 11880.com — einer der ältesten Online-Anbieter
- Cylex — bundesweites Verzeichnis
- meinestadt.de — lokal, nach Städten
- wlw (Wer liefert was) — das B2B-Branchenbuch für Industrie und Großhandel
- Kommunale Portale wie hamburg.de und muenchen.de mit eigenen Stadt-Branchenbüchern
Und dann ist da noch einer, den Sie täglich benutzen, ohne ihn Branchenbuch zu nennen: Google Maps. Dazu gleich mehr. Hier erst der direkte Vergleich:
| Branchenbuch | Betreiber / URL | Kostenloser Basiseintrag | Datenexport möglich | Abdeckung |
|---|---|---|---|---|
| Gelbe Seiten | gelbeseiten.de | ✅ | ❌ | Bundesweit |
| Das Örtliche | dasoertliche.de | ✅ | ❌ | Bundesweit + lokal |
| Das Telefonbuch | dastelefonbuch.de | ✅ | ❌ | Bundesweit |
| 11880.com | 11880 Solutions AG | ✅ | ❌ | Bundesweit |
| Cylex | cylex.de | ✅ | ❌ | Bundesweit |
| meinestadt.de | meinestadt.de | ✅ | ❌ | Lokal (Städte) |
| Stadtportale (hamburg.de, muenchen.de) | Städte | ✅ | ❌ | Eine Stadt |
| wlw (Wer liefert was) | visable.com | ✅ | ❌ | B2B / Industrie |
| Google Maps | ✅ | ✅ (via Scrap.io) | 195 Länder |
Fällt Ihnen etwas auf? Die Spalte „Datenexport" ist bei allen klassischen Anbietern rot. Das ist kein Zufall, sondern Geschäftsmodell: Ein solches Verzeichnis lebt davon, dass Sie hineinschauen — nicht, dass Sie die Liste mitnehmen. Zur Einordnung der Größenordnungen: hamburg.de/branchenbuch wirbt mit „über 100.000 Adressen" allein für Hamburg, branchenbuch-bayern.de mit „über 400.000 Firmenadressen aus Bayern". Klingt viel. Warten Sie, bis Sie die Google-Maps-Zahl sehen.
Übrigens sind die Anbieter kein loser Haufen. Laut Similarweb (Mai 2026) ist Das Örtliche der trafficstärkste Konkurrent von gelbeseiten.de, gefolgt von dastelefonbuch.de und dann 11880.com. Für den B2B-Bereich urteilt die Hamburger Local-SEO-Agentur DTILE sogar, wlw sei „für B2B-Unternehmen wichtiger als alle generalistischen Verzeichnisse zusammen".
Branchenbuch und Gelbe Seiten: derselbe Begriff?
Kurz: ja. „Gelbe Seiten" ist der weltweite Gattungsname für Branchenbücher — im Englischen „Yellow Pages". Das Örtliche formuliert es auf seiner offiziellen Branchenbuch-Seite selbst am treffendsten:
„Weltweit werden Branchenbücher unter dem Begriff ‚Gelbe Seiten' (Yellow Pages) herausgegeben. Sie stehen im Gegensatz zu den sogenannten ‚White Pages', einem Telefonverzeichnis, das auch private Einträge enthält und nicht branchenorientiert ist." (Quelle: dasoertliche.de)
Wenn Sie also bei Gelbe Seiten nach einem branchenbuch gelbe seiten-Eintrag suchen, meinen Sie im Grunde dasselbe. Der Markenname hat sich nur so festgesetzt, dass viele „Gelbe Seiten" sagen und „Branchenbuch" meinen. Und wer nach einem kostenlosen Branchenbuch sucht: Cylex, meinestadt.de und die genannten Klassiker bieten allesamt kostenlose Basiseinträge — dazu im nächsten Kapitel mehr.
Branchenbuch-Eintrag: Kosten, Nutzen — und die Abzock-Falle
Der teuerste Branchenbuch-Eintrag Deutschlands kostet 0 €. Alles darüber kaufen Sie sich in der Regel selbst — und manchmal kauft es jemand für Sie, ohne dass Sie es merken.
Fangen wir mit der guten Nachricht an. Was kostet ein Eintrag ins Branchenbuch? Für den SEO-Wert: nichts. Der kostenlose Basiseintrag ist bei allen großen deutschen Verzeichnissen gratis und reicht für den Citation-Effekt vollkommen aus — das ist der Konsens unter Local-SEO-Agenturen. Ein Branchenbuch Eintrag kostenlos ist also nicht nur möglich, sondern für die meisten Betriebe die einzig sinnvolle Variante.
Die kostenpflichtigen Premium-Pakete liegen laut Verbraucherdienst e.V. je nach Branche zwischen 279 € und 499 € pro Jahr. Ob sich das lohnt? Für die reine Sichtbarkeit selten. Sie zahlen vor allem für eine hervorgehobene Platzierung, die im Zweifel weniger bringt als ein gepflegtes Google-Business-Profil. Mehr dazu bei der Beratung des Verbraucherdienst e.V.
Branchenbuch-Abzocke: so erkennen Sie den Betrug
Jetzt der unangenehme Teil. Die Branchenbuch-Abzocke ist eine der ältesten Maschen im deutschen Geschäftsverkehr — und sie funktioniert immer noch, weil sie perfide aufgebaut ist.
So läuft es: Sie bekommen ein Formular per Post, Fax oder E-Mail. Ihre Firmendaten sind bereits eingetragen. Es sieht aus wie eine harmlose „Aktualisierung" oder „Datenkorrektur". Sie unterschreiben, weil es ja nur eine Bestätigung zu sein scheint. Und im Kleingedruckten auf der Rückseite verstecken sich die Kosten.
Wie hoch? Laut Verbraucherschutz.com wurden Tarife bis zu 79 € pro Monat und Rechnungen bis zu 984 € dokumentiert — oft in Verträgen über zwei Jahre mit stillschweigender Verlängerung. Das ist keine Dienstleistung. Das ist eine Falle mit Briefkopf.
Die gute Nachricht: Der Bundesgerichtshof hat solche Praktiken für nichtig erklärt. Wer versehentlich unterschrieben hat, muss nicht vorschnell zahlen. Details zur Masche und aktuelle Warnungen finden Sie beim Warnticker von Verbraucherschutz.com.
💡 Mein Rat? Vor dem Unterschreiben immer die Rückseite und das Kleingedruckte lesen. Seriöse Verzeichnisse verlangen keine Unterschrift für einen Gratiseintrag. Nie.
Warum Google Maps 2026 das größte Branchenbuch Deutschlands ist
7.518.070 deutsche Unternehmenseinträge. Kein Branchenbuch in Deutschland kommt in die Nähe dieser Zahl — und Sie benutzen es jeden Tag, ohne es Branchenbuch zu nennen.
Erinnern Sie sich an die „über 100.000 Adressen" von hamburg.de? Google Maps listet allein für Hamburg 92.523 Betriebe — und deutschlandweit eben jene 7,5 Millionen. Das ist das eigentliche Branchenbuch Deutschlands, nur dass es niemand so nennt. Hier die exklusiven Zahlen aus den Echtzeit-Zählungen von Scrap.io, erhoben am 9. August 2026:
| Daten (Stand August 2026) | Wert |
|---|---|
| Gelistete Betriebe in Deutschland | 7.518.070 |
| Mit Telefonnummer | 5.640.411 (75,0 %) |
| Mit mindestens einer E-Mail auf der Website | 3.502.922 (46,6 %) |
| Ohne Website | 3.043.417 (40,5 %) |
| Als dauerhaft geschlossen markiert | 1.065.675 (14,2 %) |
| Berlin | 264.884 |
| München | 101.521 |
| Hamburg | 92.523 |
Setzen wir das ins Verhältnis. Das offizielle Statistische Unternehmensregister (Destatis) verzeichnet rund 2.062.752 Einzelunternehmen, 861.720 Kapitalgesellschaften, 440.951 Personengesellschaften und 178.442 sonstige Rechtsformen; etwa 2,04 Millionen Unternehmen stehen im Handelsregister. Die Karte kennt also Millionen Betriebe, die im offiziellen Register schlicht fehlen — Einzelunternehmer, Praxen, lokale Dienstleister. Genau die, die Sie als Kunden gewinnen könnten.
Und der Bestand bewegt sich ständig: Laut Destatis (PM Nr. 165, Mai 2026) gab es im ersten Quartal 2026 ein Plus von 2,8 % bei den Gründungen größerer Betriebe gegenüber dem Vorjahresquartal. Ein gedrucktes Branchenbuch ist damit schon zum Erscheinungstag veraltet. Details in der Destatis-Pressemitteilung 165/2026.
📌 Und die 14,2 % geschlossenen Fiches? Kein Makel, sondern ein Beweis. Sie zeigen, dass die Daten datiert und filterbar sind. Ein Verzeichnis auf Papier oder ein gekaufter Adressbestand sagt Ihnen nie, welche Einträge tot sind. Google Maps schon — und ein Tool wie unsere Firmendatenbank für Deutschland lässt Sie diese Karteileichen vor dem Export herausfiltern.
Übrigens: Die Zählung ist bei Scrap.io kostenlos. Sie können nachsehen, wie viele Betriebe Ihrer Branche es in Ihrer Stadt gibt, ohne ein einziges Credit auszugeben. Marktgröße jetzt kostenlos prüfen →
Firmen im Branchenbuch finden: 4 Wege im Vergleich
Sie brauchen alle Elektriker in Dortmund. Wie kommen Sie an die Liste — heute, nicht nächste Woche?
Für branchenbuch firmen suchen gibt es vier realistische Wege. Sie unterscheiden sich brutal in Aufwand und Ergebnis:
- Manuelle Suche im klassischen Branchenbuch. Kostenlos, aber Copy-Paste im Akkord. Kein Export, oft unvollständige Daten. Für fünf Firmen okay. Für fünfhundert Selbstsabotage.
- Google-Maps-Suche von Hand. Gute Abdeckung, aber Google begrenzt die Anzeige und unterbindet das Kopieren im großen Stil. Sie scrollen, Sie klicken, Sie verzweifeln.
- Firmendaten kaufen. Schnell, aber eine eingefrorene Datei, die ab dem Kauf altert — und selten billig. Wer diesen Weg ernsthaft prüfen will, findet die ehrliche Rechnung in unserem Guide Firmenadressen kaufen und im Vergleich Leads kaufen.
- Google Maps automatisiert exportieren. Volle Abdeckung, frische Daten, sauberer CSV- oder Excel-Export. Der einzige Weg, der bei Menge und Aktualität liefert.
Und weil ein Bild mehr sagt als drei Absätze — hier die vier Wege auf einen Blick:
| Weg | Aufwand | Aktualität | Export | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Klassisches Branchenbuch | 🔴 hoch | 🟡 mittel | 🔴 nein | 🟢 gratis |
| Google Maps von Hand | 🔴 hoch | 🟢 frisch | 🔴 nein | 🟢 gratis |
| Firmendaten kaufen | 🟢 gering | 🔴 alt | 🟢 ja | 🔴 teuer |
| Google Maps exportieren | 🟢 gering | 🟢 frisch | 🟢 ja | 🟡 Abo |
Wer lieber direkt in der Karte arbeitet, holt sich die kostenlose Chrome-Erweiterung „Emails and Social Networks for Google Maps" — sie blendet E-Mails und Social-Media-Profile direkt in Google Maps ein. Gratis, unbegrenzt. Für die volle Liste braucht es aber Weg vier. Und welches Tool das am besten kann, haben wir separat verglichen: Google Maps Scraper im Vergleich.
Über 50.000 Fachleute nutzen Scrap.io — Bewertungen: 4,8 auf Capterra, 4,9 auf G2. Ein Kunde hat 11.734 Unternehmen in 45 Minuten extrahiert. Versuchen Sie das mal von Hand. Sehen Sie selbst, wie schnell das geht →
Ein komplettes Branchenbuch exportieren: Stadt, Bundesland oder ganz Deutschland
Zwei Klicks. Nicht als Marketingfloskel, sondern als Anzahl der Klicks: Kategorie wählen, Zone wählen, exportieren. Genau darum geht es, wenn Sie branchenbuch daten exportieren statt sie abtippen wollen.
Bevor wir ins Detail gehen, sehen Sie den Ablauf am besten im Bewegtbild. Dieses Video zeigt genau das, worum es hier geht — die Extraktion auf Länderebene (Video auf Englisch, die Oberfläche ist identisch):
Video: How to Scrape Local Leads at the Country Level (auf Englisch)
So läuft der Export Schritt für Schritt. Und ja, es ist wirklich so simpel:
- Kategorie wählen. Über 4.000 Kategorien, Mehrfachauswahl möglich (5 bis 200 gleichzeitig, je nach Plan). Restaurants plus Cafés plus Hotels in einer Abfrage? Kein Problem.
- Zone festlegen. Stadt, Landkreis (admin2), Bundesland (admin1) oder ganz Deutschland. Oder per GeoSearch: ein Radius bis 500 km um einen Punkt, oder ein von Hand gezeichnetes Polygon bis 1.000.000 km².
- Filter setzen — VOR dem Export. Mit oder ohne Website, mit E-Mail, Festnetz vs. Mobil, Mindestbewertung, Anzahl Fotos, dauerhaft geschlossene Betriebe ausschließen, Erstsichtungsdatum für neu eröffnete Firmen.
- Zählen. Das Zählen ist kostenlos, es wird kein einziges Credit verbraucht. Sie sehen die Zahl, bevor Sie zahlen.
- Exportieren. Als CSV oder Excel. Über 100.000 Zeilen? Dann kommen mehrere Dateien gebündelt im ZIP.
Der Filter-vor-Export-Punkt ist der eigentliche Gamechanger. Sie sagen dem Tool „nur Betriebe mit E-Mail" oder „nur Festnetznummern fürs B2B-Cold-Calling" — und zahlen ausschließlich für Kontakte, die dieses Kriterium erfüllen. Kein Bezahlen für 1.000 Datensätze, von denen 600 nichts Brauchbares enthalten. Zero Verschwendung.
Einzugsgebiet ohne Kategorie: das komplette Branchenbuch einer Stadt
Jetzt kommt der Punkt, den kein anderes Tool kann. Sie können alle Betriebe einer Zone extrahieren — ohne eine Kategorie anzugeben. Das ist buchstäblich ein komplettes Branchenbuch, in Echtzeit erstellt, auf die Karte gezeichnet.
Alle Firmen einer Stadt finden, ohne vorher zu wissen, welche Branchen es überhaupt gibt? Genau das. Ziehen Sie einen Radius um Ihren Standort oder malen Sie ein Polygon um ein Gewerbegebiet — und Sie bekommen die vollständige wirtschaftliche Landkarte dieser Zone.
Ein Wort zu den Plänen, damit Sie wissen, was Sie brauchen: Die Suche nach ganzem Land ist dem Company-Plan vorbehalten, nach Bundesland dem Agency-Plan, nach Landkreis dem Professional-Plan — und die Städtesuche ist in allen Plänen enthalten, auch im Basic ab 35 €/Monat. Alle Filter und alle Export-Spalten sind übrigens auf jedem Plan verfügbar. Die technische Anbindung ans CRM läuft über die Scrap.io-Dokumentation. Und wenn Sie sehen wollen, wie ein Ergebnis aussieht, bevor Sie loslegen: Hier liegt ein Beispiel-Export als Google Sheet.
Sie sind neu und wollen erst mal sehen, wie das Tool tickt? Dieses kurze Video zeigt die Ersteinrichtung von A bis Z (auf Englisch, Oberfläche identisch):
Video: Scrap.io - How to Start? (auf Englisch)
Testen Sie Scrap.io 7 Tage kostenlos: 50 Suchen und 100 Export-Credits inklusive, ganz Deutschland. Kein Setup, keine Installation (Kreditkarte zur Aktivierung erforderlich, jederzeit kündbar). Jetzt gratis starten →
Branchenbuch-Daten rechtssicher nutzen: § 7 UWG und DSGVO
Bis zu 300.000 Euro. So teuer kann eine einzige unerlaubte Werbe-Kampagne in Deutschland werden. Diesen Abschnitt überspringen Sie besser nicht.
Also gut, der etwas weniger unterhaltsame, aber absolut unverzichtbare Teil. Denn Daten zu haben ist eine Sache — sie sauber zu nutzen eine ganz andere. Gehen wir es Kanal für Kanal durch.
E-Mail (B2B). § 7 UWG verlangt für Werbe-E-Mails grundsätzlich die vorherige ausdrückliche Einwilligung. Kaltes Mailing an Adressen aus solchen Verzeichnissen ohne Opt-in gilt als unzumutbare Belästigung. Heißt konkret: Kein Angel „E-Mails aus dem Branchenbuch für Kaltakquise". Das ist keine Grauzone, in der man sich elegant durchmogelt. Das ist abmahnfähig.
Telefon (B2B). Hier wird es freundlicher. Die mutmaßliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG) genügt, um einen Betrieb anzurufen — wenn Ihr Angebot sachlich zu dessen Geschäft passt. Aber Achtung: Ein bloßer thematischer Bezug reicht nicht. Sie brauchen einen echten, plausiblen Grund, genau dieses Unternehmen zu kontaktieren. Wie das rechtssicher geht, steht ausführlich in unserem Leitfaden dazu, was bei der Kaltakquise 2026 erlaubt ist.
Post und LinkedIn. Die beiden sichersten Kanäle für einen kalten Erstkontakt in Deutschland. Postwerbung ist deutlich lockerer geregelt, LinkedIn ist okay, solange Sie nicht spammen.
Die Sanktionen sind kein Papiertiger: bis zu 300.000 € (§ 20 UWG) für unerlaubte Telefonwerbung, bis zu 50.000 € für Verstöße gegen die Dokumentationspflicht. Die juristische Referenz liefert die IHK Köln zum Thema Werbung per Telefon, Brief und E-Mail.
Und die DSGVO? Öffentlich verfügbare Geschäftsdaten dürfen auf Basis des berechtigten Interesses (Art. 6 Abs. 1 lit. f) verarbeitet werden — mit Informationspflicht und Widerspruchsrecht. Genau hier gibt Scrap.io Rückendeckung: extrahiert werden ausschließlich öffentliche Business-Daten, jede Angabe ist bis zur Quelle rückverfolgbar, die Plattform ist DSGVO- und CCPA-konform. Das ersetzt keine Rechtsberatung. Aber die Datenbasis selbst ist sauber.
Branchenbuch nach Stadt: Hamburg, München, Berlin
Drei Städte, drei Zahlen: 92.523, 101.521, 264.884. Das sind keine Einwohnerzahlen — das sind Firmeneinträge.
Branchenbuch Hamburg. 92.523 Betriebe auf Google Maps. Interessant: hamburg.de betreibt ein eigenes städtisches Branchenbuch und wirbt dort mit „über 100.000 Adressen". Der Unterschied zu unseren 92.523 ist kein Widerspruch, sondern lehrreich — kommunale Verzeichnisse zählen oft Dubletten, geschlossene Betriebe und nicht-gewerbliche Einträge mit. Die Google-Maps-Zahl ist die bereinigtere.
Branchenbuch München. 101.521 Betriebe. Auch München pflegt über muenchen.de ein eigenes Stadt-Branchenbuch — ein Luxus, den längst nicht jede Stadt bietet. Für die gezielte lokale Prospektion ist die exportierbare Karten-Variante trotzdem unschlagbar.
Branchenbuch Berlin. Mit 264.884 Einträgen die mit Abstand größte der drei — fast so viel wie Hamburg und München zusammen. Kein Wunder bei der Gründungsdichte der Hauptstadt.
Diese drei Städte bekommen demnächst eigene, tiefergehende Artikel: branchenbuch-hamburg, branchenbuch-muenchen und branchenbuch-berlin. Und das Muster lässt sich fortsetzen — Köln, Frankfurt, Stuttgart oder gleich ein Branchenbuch Bayern für das ganze Bundesland (branchenbuch-bayern.de lässt grüßen). Wer ein Branchenbuch online und exportierbar statt gedruckt haben will — sprich: eine echte Firmenliste zum Herunterladen —, findet den kompletten Werkzeugkasten in unserem Hub zur Leadgenerierung. Und für die Nachbarn: Auch Firmenadressen in der Schweiz lassen sich auf demselben Weg ziehen.
Häufige Fragen zum Branchenbuch (FAQ)
Was ist ein Branchenbuch?
Ein Branchenbuch ist ein Verzeichnis, in dem Unternehmen nach Branche und Ort sortiert aufgelistet sind — mit Name, Adresse, Telefonnummer und meist Öffnungszeiten. International heißen Branchenbücher „Gelbe Seiten" bzw. „Yellow Pages", im Gegensatz zu den „White Pages", die auch private Einträge enthalten. 2026 dienen Branchenbücher zusätzlich als Vertrauenssignal (Citation) für das Google-Maps-Ranking.
Welche Branchenbücher gibt es in Deutschland?
Die wichtigsten sind Gelbe Seiten, Das Örtliche, Das Telefonbuch, 11880.com, Cylex, meinestadt.de und wlw (Wer liefert was) für den B2B-Bereich. Dazu kommen kommunale Branchenbücher wie hamburg.de und muenchen.de sowie regionale Verzeichnisse wie branchenbuch-bayern.de. Das mit Abstand umfangreichste Verzeichnis ist allerdings Google Maps.
Was kostet ein Eintrag ins Branchenbuch?
Der Basiseintrag ist bei allen großen deutschen Branchenbüchern kostenlos und reicht für den SEO-Citation-Wert vollkommen aus. Kostenpflichtige Premium-Pakete liegen je nach Branche zwischen 279 € und 499 € pro Jahr. Vorsicht bei unaufgeforderten Formularen per Post oder Fax: Dort werden Kosten bis 79 € pro Monat im Kleingedruckten versteckt.
Wo finde ich ein kostenloses Branchenbuch?
Gelbe Seiten, Das Örtliche, Das Telefonbuch, Cylex und meinestadt.de sind kostenlos nutzbar und bieten kostenlose Basiseinträge. Google Maps ist ebenfalls kostenlos und deckt mit 7.518.070 deutschen Einträgen (Stand August 2026) deutlich mehr Betriebe ab als jedes klassische Branchenbuch.
Darf ich Firmendaten aus einem Branchenbuch für Kaltakquise nutzen?
Für Telefonakquise im B2B ja, sofern eine mutmaßliche Einwilligung im Sinne von § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG vorliegt — ein bloßer thematischer Bezug reicht dafür nicht aus. Für Werbe-E-Mails gilt: ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung nicht erlaubt. Verstöße können mit bis zu 300.000 € geahndet werden.
Fazit: Das größte Branchenbuch benutzen Sie längst
Fassen wir zusammen. Erstens: Das klassische Branchenbuch ist nicht tot, aber begrenzt — kostenlose Basiseinträge lohnen sich für die Sichtbarkeit, teure Pakete selten, und die Abzock-Formulare gehören in den Müll. Zweitens: Das eigentliche Branchenbuch Deutschlands ist Google Maps, mit 7,5 Millionen Betrieben, die kein Verzeichnis auch nur annähernd erreicht. Drittens: Der Unterschied zwischen „nachschlagen" und „exportieren" entscheidet, ob Sie eine Liste haben oder nur eine Suchmaske.
Wer regelmäßig prospektiert, hört beim Copy-Paste irgendwann auf. Nicht aus Faulheit, sondern aus Mathematik. Sieben Millionen Einträge tippt niemand ab.
Ihr Branchenbuch für Deutschland ist zwei Klicks entfernt. Kategorie wählen, Zone wählen, exportieren — frisch aus Google Maps, gefiltert nach E-Mail, Telefon oder Mobil. 7 Tage kostenlos, 100 Leads geschenkt. Jetzt starten →