63 Prozent der deutschen MittelstΓ€ndler haben keinen festen Prozess fΓΌr die Wettbewerbsbeobachtung. Zwei von drei Unternehmen fahren also im Blindflug (Quelle: Markt und Mittelstand, 2024).
Das ist kein Nischenproblem. Das ist der Normalzustand.
Und ausgerechnet der Teil, an dem die meisten scheitern, wird in keinem Ratgeber ehrlich erklΓ€rt: Woher kommen eigentlich die Daten ΓΌber die eigene Konkurrenz? Jede Anleitung sagt βKonkurrenten identifizieren, Daten sammeln". Keine sagt Ihnen, wo. Genau diese LΓΌcke schlieΓen wir hier. Zuerst die saubere Methode, damit Sie nichts vergessen. Dann der Teil, den niemand zeigt: wie Sie alle Wettbewerber Ihrer Region mit Google-Maps-Daten in zwei Klicks erfassen. Ehrlich gesagt ist das der spannendere Teil. Fangen wir trotzdem vorne an.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Wettbewerbsanalyse? Definition und Ziele
- Markt- und Wettbewerbsanalyse: der Unterschied
- Die 6 Schritte einer Wettbewerbsanalyse (mit Beispiel)
- Methoden: SWOT, Porter und Benchmarking
- Der blinde Fleck: Woher kommen die echten Daten?
- Lokale Wettbewerbsanalyse mit Google-Maps-Daten
- Tools fΓΌr die Wettbewerbsanalyse 2026 (inkl. KI)
- Rechtliches: Wettbewerbsanalyse und DSGVO
- Vorlage: kostenlose Checkliste
- Fazit
- FAQ
Was ist eine Wettbewerbsanalyse? Definition und Ziele
Wettbewerbsanalyse klingt nach Businessplan-PflichtΓΌbung. In der Praxis ist sie Ihr ehrlichster RealitΓ€tscheck.
Zur Definition: Eine Wettbewerbsanalyse ist die systematische Erfassung und Bewertung der Methoden, StΓ€rken, SchwΓ€chen und Strategien Ihrer Konkurrenten in einem definierten Markt. Ziel ist, das Verhalten der Wettbewerber besser einzuschΓ€tzen und daraus Handlungsoptionen fΓΌr die eigene Positionierung abzuleiten (so auch die Statista-Definition und der Eintrag bei Wikipedia). Der Begriff Konkurrenzanalyse meint dasselbe. Die beiden werden synonym verwendet, und wir tun das hier auch.
Die Ziele? VielfΓ€ltig. MarktlΓΌcken erkennen, die eigene Preisgestaltung schΓ€rfen, ein FrΓΌhwarnsystem fΓΌr neue Konkurrenten aufbauen. Konkret geht es bei einer strategischen Wettbewerbsanalyse immer um dieselbe Frage: Wo stehe ich, verglichen mit den anderen, und was mache ich daraus? Diese Wettbewerbsanalyse-Definition klingt trocken, hat aber direkte Folgen fΓΌr die Praxis. Ob im Vertrieb oder in der Wettbewerbsanalyse im Marketing, wer seine Wettbewerber analysieren will, braucht dieselbe Grundlage: verlΓ€ssliche Daten.
Ein wichtiger Punkt vorweg, weil ihn viele durcheinanderbringen: Sie analysieren direkte und indirekte Konkurrenten. Direkte bieten dasselbe fΓΌr dieselbe Zielgruppe. Indirekte lΓΆsen dasselbe Problem auf anderem Weg. Beide gehΓΆren auf Ihre Liste. Wer nur die offensichtlichen Rivalen betrachtet, ΓΌbersieht regelmΓ€Γig die gefΓ€hrlicheren.
Markt- und Wettbewerbsanalyse: der Unterschied
Beides wird stΓ€ndig verwechselt, und genau das kostet Sie Zeit.
Die Trennung ist eigentlich simpel. Die Marktanalyse betrachtet den ganzen Markt: GrΓΆΓe, Nachfrage, Trends, Wachstumspotenzial. Die Wettbewerbsanalyse zoomt auf die konkreten Mitbewerber: deren StΓ€rken, SchwΓ€chen, Preise, Standorte. Anders gesagt, die Markt und Wettbewerbsanalyse ist kein Gegensatzpaar. Die Wettbewerbsanalyse ist ein Teil der Marktanalyse, der genauer hinschaut (das sieht auch HubSpot so).
| Kriterium | Marktanalyse | Wettbewerbsanalyse |
|---|---|---|
| Blickwinkel | Der ganze Markt | Die konkreten Konkurrenten |
| Typische Fragen | Wie groΓ? Wie schnell wΓ€chst er? | Wer? Wie stark? Zu welchem Preis? |
| Ergebnis | MarktgrΓΆΓe, Trends, Nachfrage | StΓ€rken-SchwΓ€chen-Profil je Rivale |
Merken Sie sich die eine Zeile: Marktanalyse fragt βwie groΓ ist der Kuchen", Wettbewerbsanalyse fragt βwer isst schon mit". Beides brauchen Sie. Nur eben fΓΌr verschiedene Entscheidungen.
Die 6 Schritte einer Wettbewerbsanalyse (mit Beispiel)
Nehmen wir Thomas. Er erΓΆffnet ein CafΓ© in Leipzig und βkennt seine Konkurrenz". Bis er sie zΓ€hlt. Dann sind es plΓΆtzlich nicht die drei LΓ€den aus der Nachbarschaft, sondern 180 Betriebe im Umkreis. Autsch.
Damit Ihnen das nicht passiert, hier der Ablauf, um eine Wettbewerbsanalyse durchzufΓΌhren. Die hΓ€ufigste Frage dazu lautet: Wie mache ich eine Konkurrenzanalyse, ohne mich zu verzetteln? Antwort: in sechs Schritten. Genau diese sechs Schritte, um eine Konkurrenzanalyse durchzufΓΌhren, gehen wir jetzt mit Thomas als laufendem Beispiel durch.
Schritt 1: Ziele definieren
Wozu die Analyse? Neuer Markteintritt, neue Preisstrategie, neues Produkt? Das Ziel bestimmt, worauf Sie spΓ€ter den Fokus legen. Thomas will wissen, wo im Leipziger CafΓ©-Markt noch Platz ist, und zu welchem Preis.
Schritt 2: Konkurrenten identifizieren
Jetzt die Liste. Direkte und indirekte Konkurrenten, recherchiert ΓΌber Suchmaschinen, soziale Medien und Branchenverzeichnisse. FΓΌr lokale Betriebe ist ein aktuelles Branchenbuch der schnellste Einstieg, wenn es sich exportieren lΓ€sst. Thomas listet alle CafΓ©s, aber auch BΓ€ckereien mit Sitzecke und die zwei Coworking-Spaces mit Kaffeetheke. Indirekte Konkurrenz eben.
Schritt 3: Daten sammeln
Der kritische Schritt. Der, an dem die meisten straucheln. Sie brauchen belastbare Daten zu jedem Wettbewerber: Standort, Bewertungen, Website, Preise, Γffnungszeiten, Kontaktwege. βPassende Daten zu bekommen" ist laut einer Studie von ACRASIO die meistgenannte HΓΌrde der ganzen Competitive Intelligence ΓΌberhaupt. Woher die Daten kommen? Dazu unten ein ganzes Kapitel. Merken Sie sich diesen Schritt. Wir kommen mit voller Wucht darauf zurΓΌck.
Schritt 4: Kriterien vergleichen
Daten allein sind ein Haufen Zahlen. Erst der Vergleich macht sie nΓΌtzlich. Legen Sie Wettbewerbsanalyse-Kriterien fest (Preis, Bewertungsschnitt, Online-PrΓ€senz, Sortiment) und stellen Sie alle Konkurrenten nebeneinander. Eine Wettbewerbsanalyse-Matrix hilft dabei: Zeilen fΓΌr die Rivalen, Spalten fΓΌr die Kriterien, und Sie sehen auf einen Blick, wer wo steht.
Schritt 5: SWOT auswerten
Danach drehen Sie den Blick auf sich selbst. Die SWOT-Analyse ordnet Ihre StΓ€rken und SchwΓ€chen den Chancen und Risiken des Marktes zu. Thomas erkennt: Seine RΓΆstung ist besser als die der Ketten (StΓ€rke), aber er hat null Sichtbarkeit auf Google (SchwΓ€che). Die Chance? 40 Prozent der lokalen CafΓ©s haben keine ordentliche Website. Dazu gleich die Zahlen.
Schritt 6: Strategie und Monitoring
Und jetzt der Teil, den fast alle vergessen: handeln. Eine Wettbewerbsanalyse zu erstellen bringt nichts, wenn danach nichts passiert. Leiten Sie konkrete MaΓnahmen ab, und wiederholen Sie die Beobachtung regelmΓ€Γig. Denn eine Analyse ist eine Momentaufnahme, wie auch Asana betont. MΓ€rkte Γ€ndern sich. Ihre Analyse sollte das mitmachen.
Methoden: SWOT, Porter und Benchmarking
SWOT und Porter sind groΓartig. Bis Sie merken, dass Sie die Felder mit BauchgefΓΌhl statt mit Daten fΓΌllen.
Denn genau das ist die Falle bei den klassischen Methoden der Wettbewerbsanalyse: Das Framework ist nur so gut wie die Daten, die Sie hineinkippen. Trotzdem sollten Sie die drei wichtigsten kennen. Hier die gΓ€ngigsten Wettbewerbsanalyse-Methoden im Γberblick:
- SWOT-Analyse. StΓ€rken, SchwΓ€chen, Chancen, Risiken in einer Vier-Felder-Matrix. Der Klassiker fΓΌr den Vergleich der eigenen Position mit dem Markt.
- Porters Five Forces. FΓΌnf KrΓ€fte, die eine Branche prΓ€gen. Dazu gleich mehr.
- Benchmarking. Der gezielte Vergleich einzelner Kennzahlen (Preis, Bewertung, Marktanteil) mit den Wettbewerbern oder dem Branchenstandard.
Wettbewerbsanalyse nach Porter (Five Forces)
Das bekannteste Modell stammt von Michael E. Porter. Bei der Wettbewerbsanalyse nach Porter bewerten Sie fΓΌnf KrΓ€fte: die Verhandlungsmacht der Kunden, die Verhandlungsmacht der Lieferanten, die RivalitΓ€t unter den bestehenden Anbietern, die Bedrohung durch neue Konkurrenten und die Gefahr durch Ersatzprodukte. Klingt akademisch. Ist aber nΓΌtzlich, um zu verstehen, wo der Druck in Ihrer Branche wirklich herkommt.
Und der wunde Punkt bei allen drei Methoden bleibt derselbe: Ohne echte Daten ΓΌber Ihre Konkurrenten fΓΌllen Sie schΓΆne Diagramme mit Vermutungen. Womit wir beim eigentlichen Thema wΓ€ren.
Der blinde Fleck: Woher kommen die echten Daten?
Jede Anleitung sagt βDaten sammeln". Keine sagt Ihnen, woher.
Das ist der blinde Fleck der gesamten Ratgeber-Literatur. Und er ist teuer. Ehrlich gesagt kann eine Berater-SWOT noch so hΓΌbsch aussehen: Wenn die Marktanteile geschΓ€tzt und die Preise geraten sind, treffen Sie Entscheidungen auf Sand. Kein Wunder, dass 63 Prozent der MittelstΓ€ndler gar keinen festen Beobachtungsprozess haben. Der Aufwand schreckt ab, weil niemand die Datenquelle nennt.
Die Community sagt dasselbe, nur direkter. Auf Reddit fragen GrΓΌnder in r/smallbusiness regelmΓ€Γig: βHow do you actually research your local competition?" In r/marketing lΓ€uft die Dauerfrage nach den βbest competitive analysis tools", und auf Quora steht wΓΆrtlich βHow can I analyze my local competitors?". Die Antworten? Meist ein Achselzucken und der Verweis auf Google Maps. Von Hand. Betrieb fΓΌr Betrieb.
Dabei liegt die Antwort genau da. Die vollstΓ€ndigste, frischeste Datenbank Ihrer lokalen Konkurrenz gehΓΆrt niemandem, der sie Ihnen verkaufen will. Sie steht offen auf Google Maps. Jeder Betrieb pflegt sein Profil selbst, weil er Kunden will: Adresse, Telefon, Γffnungszeiten, Bewertungen, oft eine E-Mail. Nur exportieren kΓΆnnen Sie das nicht per Klick. Noch nicht.
π‘ Sehen Sie in Sekunden, wie viele Wettbewerber es in Ihrer Stadt gibt. Der ZΓ€hler bei Scrap.io ist kostenlos, verbraucht kein Credit und zeigt Ihnen die echte MarktgrΓΆΓe Ihrer Branche, statt einer SchΓ€tzung. Zwei Klicks, und Sie kennen die Zahl.
Lokale Wettbewerbsanalyse mit Google-Maps-Daten
In Berlin gibt es 6.340 Restaurants. 2.505 davon haben keine Website (Stand: September 2026, Quelle: Scrap.io).
Lesen Sie das noch mal. Zwei von fΓΌnf Gastronomiebetrieben der Hauptstadt sind online praktisch unsichtbar. FΓΌr einen Wettbewerber mit ordentlicher PrΓ€senz ist das keine Randnotiz, sondern eine Landkarte der MarktlΓΌcken. Und genau das ist der Unterschied zwischen einer Wettbewerbsanalyse aus dem Lehrbuch und einer mit echten Standortdaten: Sie sehen nicht nur, dass es Konkurrenz gibt, sondern wo sie schwach ist.
Hier die Wettbewerbslandschaft am Beispiel Berliner Restaurants, frisch von der Karte gezΓ€hlt:
| Restaurants Berlin (Stand: September 2026) | Anzahl | Anteil |
|---|---|---|
| Restaurants gesamt | 6.340 | 100 % |
| Ohne Website | 2.505 | ~40 % |
| Mit E-Mail | 2.881 | ~45 % |
| Mit Bewertung β₯ 4,5β | 3.020 | ~48 % |
Zum Einordnen: Deutschlandweit stehen 159.190 Restaurants auf der Karte (Stand: September 2026, Quelle: Scrap.io). Das ist keine Studie aus dem letzten Jahr. Es ist der Live-Bestand. Wie Sie an diese Zahlen kommen, sehen Sie im folgenden Video. Es zeigt, wie Pizzerien ihre Konkurrenz ΓΌber Google Maps ausleuchten, das gleiche Prinzip fΓΌr jede lokale Branche:
Video: How Pizzerias Spy on Competitors Using Google Maps (englisch, deutsche Untertitel empfohlen)
Alle Wettbewerber einer Region kartieren
Scrap.io extrahiert genau diese Daten in Echtzeit aus Google Maps: 225.676.406 EintrΓ€ge, 195 LΓ€nder, ΓΌber 4.000 Kategorien. Sie wΓ€hlen eine Branche plus eine Region, und bekommen die vollstΓ€ndige Liste. Kein Code, kein Copy-Paste bei zwei Uhr nachts. Ganz Deutschland, ein Bundesland, eine Stadt, in zwei Klicks.
FΓΌr Zonen, die keiner Verwaltungsgrenze folgen, gibt es die GeoSearch. Sie ziehen einen Radius um Ihren Standort (bis 500 km) oder zeichnen ein Polygon frei auf die Karte. Nur das eigene Einzugsgebiet, nur der SpeckgΓΌrtel einer Stadt, nur ein Gewerbeviertel. So grenzen Sie die Wettbewerbsanalyse genau auf Ihren Markt ein.
Kriterien aus Google Maps
Und jetzt wird es fΓΌr die Analyse richtig interessant. Sie filtern die Konkurrenten vor dem Export nach genau den Kriterien, die Ihre Wettbewerbsanalyse braucht: Bewertungsschnitt, Anzahl der Bewertungen, Preisniveau, mit oder ohne Website, mit E-Mail, Telefontyp. Wollen Sie nur die Platzhirsche mit 400 plus Bewertungen? Ein Filter. Nur die Betriebe ohne Website, die schwachen Rivalen? Ein Filter. Das ist Ihre Wettbewerbsanalyse-Matrix, nur eben mit echten Zahlen statt BauchgefΓΌhl.
Der Export kommt als CSV oder Excel, mit Name, Adresse, Bewertungen, Website, klassifizierten E-Mails und Social-Media-Profilen. Ein realer Kundenfall: 11.734 Betriebe in 45 Minuten. Versuchen Sie das mal von Hand. Ich warte hier.
π Γber 50.000 Profis nutzen Scrap.io, um lokale MΓ€rkte in zwei Klicks zu kartieren. 225 Millionen Betriebe, 195 LΓ€nder, gefiltert vor der Extraktion, sodass Sie nur fΓΌr nΓΌtzliche Daten zahlen. Kartieren Sie Ihre Konkurrenz β
Neue Konkurrenten frΓΌh erkennen
Eine Sache noch, die kein klassisches Tool kann. Γber den Filter βDatum der ersten Erfassung" sehen Sie Betriebe, die neu auf der Karte aufgetaucht sind. Frisch erΓΆffnet, frisch gegrΓΌndet. FΓΌr Ihr Monitoring aus Schritt 6 ist das Gold: Sie erkennen neue Rivalen, bevor sie Ihnen Kunden abgraben. Wie das aussieht, zeigt dieses Video:
Video: Find Businesses That JUST Opened (englisch, deutsche Untertitel empfohlen)
Γbrigens lΓ€sst sich dasselbe Prinzip auf jede Branche anwenden. Ob Sie eine komplette Restaurant-Datenbank aufbauen oder alle Friseur-Adressen einer Region kartieren wollen: Der Weg ist identisch. Und wer die MarktgrΓΆΓe im groΓen MaΓstab braucht, greift auf die Firmendatenbank fΓΌr Deutschland mit 7,5 Millionen EintrΓ€gen zu.
Tools fΓΌr die Wettbewerbsanalyse 2026 (inkl. KI)
Braucht es 2026 wirklich fΓΌnf Tools, oder reicht eine Datenquelle plus KI?
Fangen wir mit den ΓΌblichen VerdΓ€chtigen an. Es gibt hervorragende Wettbewerbsanalyse-Tools fΓΌr die digitale Ebene. Semrush und Similarweb zeigen Ihnen Keywords, Traffic und Backlinks der Konkurrenz. Crayon ist ein reiner Competitive-Intelligence-Spezialist. Und im DACH-Raum liefert Appinio Marktforschung ΓΌber Umfragen. Alles solide. Alles digital.
Der Markt dahinter ist ΓΌbrigens riesig: Die Competitive-Intelligence-Branche liegt 2026 bei rund 9,71 Milliarden US-Dollar und wΓ€chst mit 11,37 Prozent pro Jahr auf geschΓ€tzte 16,64 Milliarden bis 2031 (Mordor Intelligence). Der Cloud-Bereich macht dabei den LΓΆwenanteil aus, rund 76,9 Prozent des Tool-Markts 2026 (Fortune Business Insights). Und die Nachfrage steigt: Etwa 90 Prozent der Marketing- und CI-Fachleute berichten von wachsendem internem Bedarf an Analysen (marketing-boerse.de).
Aber. Und das ist ein groΓes Aber. All diese Tools sehen die digitale Spur Ihrer Konkurrenz. Keins zeigt Ihnen die 6.340 Restaurants in Berlin mit Telefon und Adresse. FΓΌr die lokale Ebene, die Standort-Daten, brauchen Sie eine andere Quelle. Hier der ehrliche Vergleich:
| Kriterium | Klassische CI-Tools (Semrush, Similarweb) | Standort-Daten (Scrap.io / Google Maps) |
|---|---|---|
| Digitale PrΓ€senz (Traffic, Keywords) | β | β |
| Lokale Abdeckung | β | β |
| Kontaktdaten (E-Mail, Telefon) | β | β |
| Ganzes Land in 2 Klicks | β | β |
| Echtzeit-Daten | π‘ | β |
Und die KI? Hier wird es praktisch. Scrap.io stellt einen offiziellen MCP-Connector bereit, der mit Claude, ChatGPT und Gemini funktioniert. HeiΓt: Sie fΓΌhren Ihre Wettbewerbsanalyse mit KI in natΓΌrlicher Sprache durch. βFinde alle CafΓ©s im Prenzlauer Berg mit weniger als 50 Bewertungen", und die KI baut die Suche selbst. Kein FΓΌnf-Tool-Stack. Eine Datenquelle plus Ihr KI-Assistent. Welches Extraktionswerkzeug zu welchem Bedarf passt, klΓ€ren wir ausfΓΌhrlich im Vergleich der besten Google Maps Scraper. Und wer statt Extraktion lieber fertige Listen kauft, sollte vorher unseren ehrlichen Guide Firmenadressen kaufen lesen. Spoiler: Selbst extrahieren ist meist frischer und billiger.
Video: Scrap.io - How to Start? (englisch, deutsche Untertitel empfohlen)
π Testen Sie Scrap.io 7 Tage kostenlos, inklusive 100 Export-Credits. Ziehen Sie Ihre erste Konkurrenzliste, gefiltert nach Bewertung, Website und Region, live aus Google Maps (Kreditkarte zur Aktivierung erforderlich, jederzeit kΓΌndbar). Jetzt kostenlos starten β
Rechtliches: Wettbewerbsanalyse und DSGVO
Bon, jetzt der weniger glamourΓΆse, aber unverzichtbare Teil: Ist das ΓΌberhaupt erlaubt?
Kurze Antwort: Ja. Das Erfassen ΓΆffentlich zugΓ€nglicher GeschΓ€ftsdaten fΓΌr eine Wettbewerbsanalyse ist in Deutschland und der EU grundsΓ€tzlich zulΓ€ssig. Firmenname, Adresse, zentrale Telefonnummer, allgemeine Kontakt-E-Mail: das sind GeschΓ€ftsdaten, keine privaten Informationen. Scrap.io extrahiert ausschlieΓlich solche ΓΆffentlichen Daten, jede Angabe ist bis zur Quelle rΓΌckverfolgbar, und die Plattform ist DSGVO- und CCPA-konform.
Der Knackpunkt liegt nicht bei der Erhebung, sondern bei der Nutzung. Wenn Sie die Daten anschlieΓend fΓΌr Werbung verwenden, greift das Wettbewerbsrecht. Werbe-E-Mails brauchen im B2B praktisch immer ein Opt-in, telefonische Ansprache ist bei mutmaΓlicher Einwilligung erlaubt. FΓΌr eine reine Analyse Ihrer Konkurrenz spielt das keine Rolle. Wenn aus der Analyse aber Akquise wird, sollten Sie die Regeln kennen. Die stehen ausfΓΌhrlich in unserem Leitfaden Kaltakquise 2026: was ist erlaubt. Das ersetzt keine Rechtsberatung, hΓ€lt Sie aber auf der sicheren Seite.
Vorlage: kostenlose Checkliste
Sie wollen sofort loslegen? Hier die Wettbewerbsanalyse-Vorlage als Checkliste zum Abhaken. Kein Download nΓΆtig, einfach ΓΌbernehmen:
- Ziel definieren. Wozu die Analyse? Markteintritt, Preis, Produkt?
- Konkurrenten auflisten. Direkte und indirekte Konkurrenten, lokal und digital.
- Daten sammeln. Standort, Bewertungen, Website, Preise, Kontaktwege (Google Maps als Quelle).
- Kriterien festlegen. Preis, Bewertungsschnitt, Online-PrΓ€senz, Sortiment.
- Matrix bauen. Konkurrenten in die Zeilen, Kriterien in die Spalten.
- SWOT auswerten. Eigene StΓ€rken und SchwΓ€chen gegen Chancen und Risiken.
- MaΓnahmen ableiten. 30 / 60 / 90 Tage, mit Verantwortlichen.
- Monitoring aufsetzen. Quartalsweise wiederholen, neue Konkurrenten tracken.
Wer eine ausfΓΌhrlichere Wettbewerbsanalyse-Vorlage kostenlos mit fertiger Matrix sucht, findet solche Templates auch bei HubSpot oder Asana zum Download (teils als Wettbewerbsanalyse-Beispiel-PDF). Der Kern bleibt aber immer dieser: Ohne echte Daten in Schritt 3 ist die schΓΆnste Vorlage nur ein leeres Formular.
Fazit
Wettbewerbsanalyse ist kein Dokument. Es ist ein Radar, das Sie einschalten.
Die Methode kennen Sie jetzt: sechs Schritte, drei Methoden, eine SWOT-Matrix. Das ist die Pflicht, und die beherrschen die meisten Ratgeber im Schlaf. Die KΓΌr ist der Schritt, den keiner zeigt: an echte, frische Daten ΓΌber Ihre lokale Konkurrenz zu kommen, statt Felder mit BauchgefΓΌhl zu fΓΌllen. Genau da liegt der Unterschied zwischen einer hΓΌbschen PrΓ€sentation und einer Analyse, auf die Sie Entscheidungen bauen kΓΆnnen.
Und die Daten liegen offen. 159.190 Restaurants allein in einer Branche, mit Bewertungen, Website-Status und Kontakt, frisch von der Karte. Wer sie nutzt, sieht nicht nur, wo die Konkurrenz steht, sondern wo sie schwach ist. Wer weiter schΓ€tzt, ΓΌberlΓ€sst das dem Zufall. Mehr Ideen fΓΌr die datenbasierte Prospektion finden Sie in allen Artikeln zur Leadgenerierung.
π Schalten Sie Ihr Wettbewerbs-Radar ein: 7 Tage gratis, 100 Leads geschenkt. Kartieren Sie alle Konkurrenten Ihrer Region in zwei Klicks, live aus Google Maps, gefiltert nach genau Ihren Kriterien (Kreditkarte zur Aktivierung erforderlich, jederzeit kΓΌndbar). Jetzt kostenlos loslegen β
FAQ
Was gehΓΆrt alles in eine Wettbewerbsanalyse?
In eine Wettbewerbsanalyse gehΓΆren: die Zieldefinition, die Identifikation direkter und indirekter Konkurrenten, die Datenerhebung (Preise, Bewertungen, Online-PrΓ€senz, Standorte), der Kriterienvergleich, eine SWOT- oder Porter-Auswertung sowie konkrete MaΓnahmen. Je mehr belastbare Daten Sie sammeln, desto aussagekrΓ€ftiger das Ergebnis.
Was ist der Unterschied zwischen Marktanalyse und Wettbewerbsanalyse?
Die Marktanalyse betrachtet den gesamten Markt: GrΓΆΓe, Nachfrage, Trends. Die Wettbewerbsanalyse fokussiert die konkreten Mitbewerber: deren StΓ€rken, SchwΓ€chen und Preise. Die Wettbewerbsanalyse ist damit ein Teilbereich der Marktanalyse, der genauer auf die Konkurrenz schaut.
Welche Methoden der Wettbewerbsanalyse gibt es?
Die gΓ€ngigsten Methoden sind die SWOT-Analyse, Porters Five Forces und das Benchmarking. Dazu kommen datenbasierte Verfahren ΓΌber Standort- und Web-Daten (Scrap.io beziehungsweise Google Maps, Semrush, Similarweb). Je nach Ziel lassen sich die Methoden einzeln oder kombiniert einsetzen.
Wie fΓΌhre ich eine Wettbewerbsanalyse durch?
In sechs Schritten: erstens Ziele definieren, zweitens Konkurrenten identifizieren, drittens Daten sammeln, viertens Kriterien vergleichen, fΓΌnftens eine SWOT-Analyse auswerten, sechstens Strategie ableiten und regelmΓ€Γig ΓΌberwachen. Der kritische Schritt ist die Datenerhebung, weil hier die meisten scheitern.
Wie analysiere ich meine lokale Konkurrenz?
Erfassen Sie alle Wettbewerber ΓΌber Google Maps, indem Sie Ihre Kategorie plus Ihren Ort eingeben. Vergleichen Sie Bewertungen, Rezensionen, Website-Status und E-Mail. Mit einem Tool wie Scrap.io exportieren Sie die komplette Liste fΓΌr eine Stadt, ein Bundesland oder ganz Deutschland in wenigen Klicks, gefiltert nach Ihren Kriterien und in Echtzeit validiert.