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Konkurrenzanalyse 2026: Methoden, Tools & Google Maps

57,5 %. So viele Unternehmen sagen: Ihre Deals sind härter umkämpft als noch vor einem Jahr. Nur 16 % finden es entspannter (Crayon, State of Competitive Intelligence 2026).

Lassen Sie das kurz sacken.

Zwei von drei Firmen spüren mehr Druck, und trotzdem verlässt sich die Mehrheit auf ein Bauchgefühl, wenn es um die Konkurrenz geht. „Die kenne ich doch." Klar. Bis jemand zwei Straßen weiter aufmacht und plötzlich Ihre Stammkunden abgreift. Genau darum geht es hier: nicht um eine weitere Definition zum Auswendiglernen, sondern um die fünf Methoden, die Praktiker wirklich benutzen, die Tools, die 2026 zählen, und einen Weg, der in kaum einem Ratgeber steht. Nämlich, wie Sie Ihre lokalen Konkurrenten mit echten Google-Maps-Daten durchleuchten. Los geht's.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine Konkurrenzanalyse?
  2. Konkurrenzanalyse vs. Wettbewerbsanalyse vs. Marktanalyse
  3. Die 5 wichtigsten Methoden der Konkurrenzanalyse
  4. Konkurrenzanalyse in 5 Schritten durchführen
  5. Lokale Konkurrenzanalyse mit Google-Maps-Daten
  6. Die besten Konkurrenzanalyse-Tools 2026
  7. Vorlage & Beispiel: Restaurant in München
  8. Rechtliches: Was ist bei der Konkurrenzanalyse erlaubt?
  9. FAQ
  10. Fazit

Was ist eine Konkurrenzanalyse?

Konkurrenzanalyse klingt nach Businessplan-Pflichtübung. Ist sie aber nicht. Zumindest nicht, wenn Sie sie richtig machen.

Zur Definition: Eine Konkurrenzanalyse ist die systematische Erhebung und Auswertung von Informationen über Ihre direkten und indirekten Konkurrenten, mit dem Ziel, deren Stärken und Schwächen zu erkennen und daraus eigene Wettbewerbsvorteile abzuleiten. So steht es sinngemäß auch im Gabler Wirtschaftslexikon. Kurz: Sie schauen den anderen aufs Geschäft, um Ihres schärfer zu machen.

Der Punkt, den viele überspringen: Es geht nicht nur um die offensichtlichen Rivalen. Direkte Konkurrenten bieten dasselbe für dieselbe Zielgruppe. Indirekte Konkurrenten lösen dasselbe Problem auf anderem Weg. Der Imbiss nebenan konkurriert mit dem Lieferdienst, mit dem Supermarkt-Regal, mit der Mikrowelle zu Hause. Wer nur die drei Läden aus der Nachbarschaft betrachtet, übersieht regelmäßig die gefährlicheren.

Und noch etwas gehört zur ehrlichen Definition. Eine Konkurrenzanalyse ist immer eine Momentaufnahme. Sie zeigt, wo Sie heute stehen, verglichen mit den anderen. Was Sie daraus machen, ist Ihre Sache, aber ohne diese Grundlage entscheiden Sie im Blindflug. Übrigens: Genau deshalb landet das Thema seit Jahren in jedem Marketing-Kurs. Und wird trotzdem selten sauber umgesetzt.

Konkurrenzanalyse vs. Wettbewerbsanalyse vs. Marktanalyse

Konkurrenzanalyse und Wettbewerbsanalyse sind nicht ganz dasselbe, und die Verwechslung kostet Zeit.

Die Trennung ist im Kern simpel. Die Konkurrenzanalyse zoomt auf einzelne Mitbewerber: dieser Betrieb, jener Anbieter, deren Preise und Bewertungen. Die Wettbewerbsanalyse ist der breitere Blick auf das gesamte Wettbewerbsumfeld einer Branche, inklusive Marktstruktur und Nachfrage. Und die Marktanalyse zoomt noch weiter raus: Wie groß ist der Kuchen überhaupt, und wächst er? Konkret ist die Konkurrenzanalyse also ein Teilbereich der Wettbewerbsanalyse, der ganz nah rangeht. Wenn Sie das Thema breiter angehen wollen, lohnt unser Leitfaden zur Wettbewerbsanalyse mit Google-Maps-Daten, der den ganzen Markt statt einzelner Player in den Blick nimmt.

Kriterium Konkurrenzanalyse Wettbewerbsanalyse Marktanalyse
BlickwinkelEinzelne KonkurrentenGesamtes WettbewerbsumfeldDer ganze Markt
LeitfrageWer? Wie stark? Zu welchem Preis?Wie ist die Branche strukturiert?Wie groß? Wie schnell wächst er?
ErgebnisStärken-Schwächen-Profil je RivaleWettbewerbsintensität, PositionenMarktgröße, Trends, Nachfrage

Merken Sie sich die eine Zeile: Konkurrenzanalyse fragt „wer isst schon mit", Marktanalyse fragt „wie groß ist der Kuchen". Beides brauchen Sie, nur eben für verschiedene Entscheidungen. In diesem Artikel geht es um die einzelnen Esser am Tisch.

Die 5 wichtigsten Methoden der Konkurrenzanalyse

Die meisten Konkurrenzanalysen scheitern nicht an fehlenden Daten, sondern an der falschen Fragestellung. Das bringt die KI-Plattform Researchly in ihrem Methoden-Guide gut auf den Punkt, und die Praxis bestätigt es täglich. Wer einfach „mal die Konkurrenz analysiert", produziert einen Steckbrief. Keine Erkenntnis.

Damit Ihnen das nicht passiert, hier die fünf Methoden der Konkurrenzanalyse, die tatsächlich zu Entscheidungen führen. Jede beantwortet eine andere Frage. Wählen Sie danach, was Sie wissen wollen.

1. SWOT-Analyse

Der Klassiker. Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken in einer Vier-Felder-Matrix, am besten als vergleichende Konkurrenzanalyse nach SWOT: Ihre Matrix neben die des Wettbewerbers. Nützlich, wenn Sie einen konkreten Rivalen direkt mit sich vergleichen wollen. Der häufigste Fehler? Die Felder mit Bauchgefühl statt mit Daten füllen. „Starke Marke" ist keine Stärke, sondern ein Platzhalter. Jeder Punkt braucht einen Beleg.

2. Porter's Five Forces

Die Konkurrenzanalyse nach Porter schaut nicht auf einzelne Firmen, sondern auf die fünf Kräfte, die eine Branche prägen: Rivalität unter Anbietern, Verhandlungsmacht von Kunden und Lieferanten, Bedrohung durch neue Konkurrenten und durch Ersatzprodukte. Klingt akademisch. Ist aber Gold wert, wenn Sie verstehen wollen, woher der Druck in Ihrem Markt eigentlich kommt.

3. Benchmarking

Benchmarking vergleicht Sie anhand messbarer Kriterien mit den anderen: Preis, Bewertungsschnitt, Marktanteil, Sichtbarkeit. Der Vorteil gegenüber den weichen Methoden liegt auf der Hand. Zahlen lassen sich schwer wegdiskutieren. Genau hier spielen echte Daten ihre Stärke aus, dazu unten mehr.

4. Positionierungsanalyse

Eine 2×2-Matrix zeigt, wie sich Wettbewerber zueinander verhalten, etwa Preis gegen Funktionsumfang. So sehen Sie auf einen Blick, welche Segmente übersättigt sind und wo noch Platz für Differenzierung ist. Kleiner Ehrlichkeits-Test: Wenn Ihr eigenes Unternehmen in der Matrix automatisch oben rechts landet, war die Analyse wahrscheinlich nicht ehrlich.

5. Win/Loss-Analyse

Warum hat ein Kunde bei Ihnen gekauft, warum beim Konkurrenten? Die Win/Loss-Analyse wertet echte Verkaufssituationen aus, idealerweise über Interviews mit gewonnenen und verlorenen Kunden. Sie liefert oft die ehrlichsten Erkenntnisse, weil sie auf realen Entscheidungen beruht, nicht auf Annahmen im Strategiemeeting.

Und der wunde Punkt bei allen fünf? Ohne belastbare Daten über Ihre Konkurrenten füllen Sie hübsche Diagramme mit Vermutungen. Die Beratung ACRASIO unterscheidet dabei sauber zwischen laufender Konkurrenzbeobachtung und der punktuellen Konkurrenzanalyse, um die es hier geht. Womit wir bei der Frage wären: Woher kommen die Daten? Gleich.

Konkurrenzanalyse in 5 Schritten durchführen

Sie wissen jetzt, WAS zu tun ist. Aber in welcher Reihenfolge? Genau da hakt es bei den meisten. Hier der Ablauf, um eine Konkurrenzanalyse durchzuführen, ohne sich zu verzetteln.

  1. Entscheidungsfrage definieren. Wozu die Analyse? Neuer Preis, neuer Standort, neues Produkt? Ohne klare Frage bauen Sie eine Wissensdatenbank, keine Entscheidungsgrundlage. „Sollen wir unser Pricing gegenüber dem Marktführer anpassen?" ist eine Frage. „Mal gucken" ist keine.
  2. Wettbewerber identifizieren und priorisieren. Direkte, indirekte und Ersatzanbieter. Tiefe schlägt Breite: Konzentrieren Sie sich auf die 3 bis 5, die tatsächlich in Ihren Deals auftauchen. Fünfzehn Konkurrenten auf einer Folie bedeuten fünfzehn oberflächliche Steckbriefe.
  3. Daten erheben. Der kritische Schritt. Standort, Bewertungen, Website, Preise, Öffnungszeiten, Kontaktwege. Hier scheitern die meisten, weil niemand sagt, woher die Daten kommen. Merken Sie sich diesen Punkt. Wir kommen mit voller Wucht darauf zurück.
  4. Methode anwenden. Jetzt SWOT, Porter, Benchmarking oder Positionierung, passend zu Ihrer Frage aus Schritt 1. Nicht alle auf einmal. Zwei gut angewendete Methoden schlagen fünf halbgare.
  5. Maßnahmen ableiten. Der Teil, den fast alle vergessen: handeln. Jede Erkenntnis braucht eine Maßnahme, einen Verantwortlichen und eine Deadline. Alles andere verstaubt nach dem Quartalsmeeting.

Ein Hinweis, den Researchly zu Recht betont: Eine 12 Monate alte Konkurrenzanalyse bildet die aktuelle Lage nicht mehr ab. Märkte bewegen sich. Planen Sie deshalb Quartals-Updates für Ihre Top-3-Konkurrenten ein, statt einmal im Jahr eine Momentaufnahme zu basteln und sie dann liegen zu lassen.

Lokale Konkurrenzanalyse mit Google-Maps-Daten

Eine Pizzeria in München wollte wissen, warum das Lokal zwei Straßen weiter jeden Abend voll ist. Die Antwort steckte nicht in einer teuren Studie. Sie steckte in den Google-Maps-Daten.

Denn hier liegt der blinde Fleck fast aller Ratgeber. Jede Anleitung sagt „Daten sammeln". Keine sagt Ihnen, wo. Dabei ist die vollständigste, frischeste Datenbank Ihrer lokalen Konkurrenz längst da, offen einsehbar auf Google Maps. Jeder Betrieb pflegt sein Profil selbst, weil er Kunden will: Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Bewertungen, oft eine E-Mail. Nur exportieren können Sie das nicht per Klick. Bisher.

Ein paar Zahlen, frisch von der Karte gezählt. In München stehen 1.992 Restaurants auf Google Maps, davon 736 ohne eigene Website, also rund 37 % (Stand: September 2026, Quelle: Scrap.io). Deutschlandweit sind es 159.228 Restaurants (Stand: September 2026, Quelle: Scrap.io). Lesen Sie das noch mal: Mehr als jedes dritte Münchner Lokal ist online praktisch unsichtbar. Für einen Wettbewerber mit ordentlicher Präsenz ist das keine Randnotiz, sondern eine Landkarte der Marktlücken.

Restaurants München (Stand: September 2026) Anzahl Anteil
Restaurants gesamt1.992100 %
Ohne Website736~37 %

Wie Sie an solche Zahlen kommen, zeigt das folgende Video. Es demonstriert, wie Pizzerien ihre Konkurrenz über Google Maps ausleuchten, das gleiche Prinzip funktioniert für jede lokale Branche:

Video: How Pizzerias "Spy" on Competitors Using Google Maps (englisch, deutsche Untertitel empfohlen)

Alle Konkurrenten einer Region auf einen Blick

Scrap.io extrahiert genau diese Daten in Echtzeit aus Google Maps: 225.676.406 Einträge, 195 Länder, über 4.000 Kategorien (Scrap.io, 2026). Sie wählen eine Branche plus eine Region, und bekommen die vollständige Liste. Kein Code, kein Copy-Paste um zwei Uhr nachts. Ganz Deutschland, ein Bundesland oder eine Stadt, in zwei Klicks.

Lokale Konkurrenzanalyse: Suche nach Branche und Region in Scrap.io

Für Gebiete, die keiner Verwaltungsgrenze folgen, gibt es die GeoSearch. Sie ziehen einen Radius um Ihren Standort (bis 500 km) oder zeichnen ein Polygon frei auf die Karte. Nur Ihr Einzugsgebiet, nur der Speckgürtel einer Stadt, nur ein Viertel. So grenzen Sie die Konkurrenzanalyse genau auf Ihren Markt ein, statt Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Konkurrenzanalyse per GeoSearch Radius: Einzugsgebiet in Scrap.io festlegen
Konkurrenzanalyse per GeoSearch Polygon: eigenes Suchgebiet auf der Karte zeichnen in Scrap.io

💡 Wie viele Konkurrenten hat Ihre Branche in Ihrer Stadt? Scrap.io zeigt Ihnen Anzahl, Bewertungen und Website-Status in Sekunden. Das Zählen ist gratis und kostet kein Credit. Marktgröße kostenlos prüfen →

Und dann ist da noch ein Trick, den kein klassisches Framework kann. Über den Filter „Datum der ersten Erfassung" sehen Sie Betriebe, die neu auf der Karte aufgetaucht sind. Frisch eröffnet, frisch gegründet. Für Ihr Monitoring aus Schritt 5 ist das Gold, weil Sie neue Rivalen erkennen, bevor sie Ihnen Kunden abgraben. Wie das aussieht, zeigt dieses Video:

Video: Find Businesses That JUST Opened, Before Your Competitors Do (englisch, deutsche Untertitel empfohlen)

Dasselbe Prinzip greift für jede Branche. Ob Sie eine komplette Restaurant-Datenbank aufbauen oder über die Firmendatenbank für Deutschland die Marktgröße im großen Maßstab abgreifen. Und wer lieber nach Kategorie stöbert, findet den Einstieg über das Branchenbuch.

Die besten Konkurrenzanalyse-Tools 2026

SEMrush für SEO, Crunchbase für Funding, LinkedIn fürs Personal, und am Ende zehn Tabs und keine Übersicht. Kennen Sie das?

Der Markt für Konkurrenzanalyse-Tools ist riesig, und er wächst schnell. Die Competitive-Intelligence-Branche liegt 2026 bei rund 9,71 Milliarden US-Dollar und soll bis 2031 auf 16,64 Milliarden klettern, ein jährliches Wachstum von 11,37 % (Mordor Intelligence). Der Teilmarkt reiner CI-Tools wächst sogar noch schneller: von rund 0,87 Milliarden 2026 auf 4,03 Milliarden bis 2034, ein CAGR von 21,17 % (Fortune Business Insights). Übersetzt: Immer mehr Anbieter buhlen um Ihr Budget.

Hier der ehrliche Überblick, sortiert nach Zweck. Kein Tool kann alles.

Kategorie Beispiel-Tools Lokale Google-Maps-Daten
SEO & TrafficSEMrush, Similarweb🔴 ❌
Funding & FirmenprofileCrunchbase🔴 ❌
Continuous MonitoringCrayon, Klue🔴 ❌
KI-Profile & VorlagenResearchly🟡 teilweise
Lokale WettbewerberdatenScrap.io🟢 ✅

Sehen Sie die Zeile ganz unten? Das ist der Punkt. All die etablierten Tools sehen die digitale Spur Ihrer Konkurrenz, also Traffic, Keywords, Funding. Keins zeigt Ihnen die 1.992 Restaurants in München mit Telefon, Adresse und Bewertung. Für die lokale, physische Ebene brauchen Sie eine andere Quelle. Welches Extraktionswerkzeug zu welchem Bedarf passt, klären wir ausführlich im Vergleich der besten Google Maps Scraper.

Konkurrenzanalyse-Tool: Kriterien aus Google Maps in Scrap.io vor dem Export filtern

SEO-Konkurrenzanalyse: der digitale Teil

Ein Wort zur SEO-Konkurrenzanalyse, weil sie oft mit der lokalen verwechselt wird. Tools wie SEMrush oder Similarweb zeigen Ihnen Keywords, Backlinks und geschätzten Traffic der Konkurrenz. Stark für die Online-Sichtbarkeit. Aber sie sagen Ihnen nichts über den Laden, der bei Ihnen um die Ecke gerade eröffnet hat. Beides hat seinen Platz. Verwechseln Sie es nur nicht.

Und die KI? Hier wird es praktisch. Scrap.io stellt einen offiziellen MCP-Connector bereit, der mit Claude, ChatGPT und Gemini funktioniert. Heißt: Sie führen Teile Ihrer Konkurrenzanalyse in natürlicher Sprache durch. „Finde alle Cafés im Glockenbachviertel mit weniger als 50 Bewertungen", und die KI baut die Suche selbst. So sieht das in der Praxis aus:

Video: Scrap.io, How to Start? (englisch, deutsche Untertitel empfohlen)

🚀 Über 50.000 Profis nutzen Scrap.io, um lokale Märkte in zwei Klicks zu kartieren: 225 Millionen Betriebe, 195 Länder, in Echtzeit validiert und gefiltert, bevor Credits verbraucht werden. Konkurrenzdaten live ziehen →

Vorlage & Beispiel: Restaurant in München

Eine gute Vorlage spart einen halben Arbeitstag. Eine schlechte produziert nur Steckbriefe. Hier eine Konkurrenzanalyse-Vorlage als Checkliste zum Abhaken, kein Download nötig:

  1. Konkurrenten auflisten. Die 3 bis 5 direkten Rivalen, plus 2 bis 3 indirekte.
  2. Kriterien festlegen. Preis, Bewertungsschnitt, Anzahl Bewertungen, Website, Öffnungszeiten.
  3. Daten eintragen. Pro Konkurrent eine Zeile, pro Kriterium eine Spalte.
  4. Vergleichen. Wo ist wer stark, wo schwach? Wo klafft eine Lücke?
  5. Maßnahme ableiten. Eine konkrete Aktion pro Erkenntnis, mit Deadline.

Wie das mit echten Daten aussieht, an einem Konkurrenzanalyse-Beispiel. Nehmen wir eine neue Pizzeria im Münchner Westend. Statt drei Läden zu googeln, exportiert die Inhaberin alle Restaurants im Umkreis von drei Kilometern, gefiltert nach Bewertung ab 4,0 und mit Website. Ergebnis: eine Tabelle mit Namen, Adressen, Bewertungen und Preisniveau. Auf einen Blick sieht sie, dass die starken Nachbarn alle über 400 Bewertungen haben, während ihr eigenes Profil bei 30 dümpelt. Die Maßnahme? Erst mal Bewertungen einsammeln, bevor sie am Menü feilt. Genau diese Art punktueller Analyse ist der Kern der Konkurrenzanalyse, und sie unterscheidet sich von der laufenden Konkurrenzbeobachtung, die ACRASIO als eigenen Prozess beschreibt.

Wer es lieber automatisiert mag: Fertige Vorlagen mit KI-gestützter Vergleichsmatrix bieten Tools wie Researchly (nach eigenen Angaben wurden dort im letzten Monat über 80 Konkurrenzanalysen fertiggestellt). Der Kern bleibt aber immer derselbe: Ohne echte Daten in der Datenzeile ist die schönste Vorlage nur ein leeres Formular. Mehr Ideen für die datenbasierte Prospektion sammeln wir in allen Beiträgen zur Leadgenerierung.

📌 Füllen Sie die Vorlage mit echten Zahlen. Exportieren Sie Ihre lokalen Konkurrenten mit Scrap.io, gefiltert nach Bewertung, Website und Region, und starten Sie das Benchmarking sofort. Konkurrenten-Liste erstellen →

Rechtliches: Was ist bei der Konkurrenzanalyse erlaubt?

Darf man das überhaupt, die Konkurrenz durchleuchten? Kurze Antwort: Ja, mit ein paar Regeln.

Das Erfassen öffentlich zugänglicher Geschäftsdaten für eine Konkurrenzanalyse ist in Deutschland und der EU grundsätzlich zulässig. Firmenname, Geschäftsadresse, zentrale Telefonnummer, allgemeine Kontakt-E-Mail, Bewertungen, Öffnungszeiten: das sind Geschäftsdaten, keine sensiblen Privatinformationen. Scrap.io extrahiert ausschließlich solche öffentlichen Daten, jede Angabe ist bis zur Quelle rückverfolgbar, und die Plattform ist DSGVO- und CCPA-konform.

Der Knackpunkt liegt nicht bei der Analyse, sondern bei der späteren Nutzung. Solange Sie die Daten auswerten, um Ihre eigene Position zu schärfen, sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn aus der Analyse aber Akquise wird, greifen zusätzliche Regeln, etwa beim Cold Mailing. Was dann gilt, steht ausführlich in unserem Leitfaden Kaltakquise 2026: was ist erlaubt. Das ersetzt keine Rechtsberatung, hält Sie aber auf dem richtigen Weg.

FAQ

Was ist eine Konkurrenzanalyse?

Eine Konkurrenzanalyse ist die systematische Erhebung und Auswertung von Informationen über direkte und indirekte Wettbewerber, um deren Stärken und Schwächen zu erkennen und daraus eigene Wettbewerbsvorteile abzuleiten. Sie ist ein Teilbereich der Wettbewerbsanalyse und fokussiert einzelne Mitbewerber statt des gesamten Marktes.

Wie führt man eine Konkurrenzanalyse durch?

In fünf Schritten: erstens die Entscheidungsfrage definieren, zweitens die Wettbewerber identifizieren und priorisieren, drittens Daten erheben, viertens eine Methode anwenden (SWOT, Porter oder Benchmarking), fünftens konkrete Maßnahmen ableiten. Der kritische Schritt ist die Datenerhebung, weil hier die meisten scheitern.

Welche Tools eignen sich für die Konkurrenzanalyse?

Je nach Zweck: SEMrush und Similarweb für SEO und Traffic, Crunchbase für Funding, Crayon oder Klue für laufendes Monitoring, Researchly für KI-gestützte Profile und Scrap.io für lokale Wettbewerberdaten aus Google Maps. Kein Tool deckt alles ab, deshalb lohnt eine bewusste Auswahl nach Anwendungsfall.

Was ist der Unterschied zwischen Konkurrenz- und Wettbewerbsanalyse?

Die Konkurrenzanalyse betrachtet einzelne Mitbewerber und deren Strategien. Die Wettbewerbsanalyse ist breiter und schließt Markt, Nachfrage und Branchenstruktur ein. Die Konkurrenzanalyse ist damit ein Teilbereich der Wettbewerbsanalyse, der ganz nah an die einzelnen Player herangeht.

Ist Konkurrenzbeobachtung legal?

Ja, solange nur öffentlich zugängliche Informationen genutzt werden, etwa Websites, Bewertungen und Google-Maps-Einträge. Das ist DSGVO-konform. Erst bei der werblichen Ansprache der Konkurrenzdaten gelten zusätzliche Regeln. Für die reine Analyse spielt das keine Rolle.

Fazit

Konkurrenzanalyse ist kein Dokument für die Schublade. Es ist ein Radar, das Sie einschalten.

Die Methoden kennen Sie jetzt: fünf Frameworks, fünf Schritte, eine klare Entscheidungsfrage an den Anfang. Das ist die Pflicht. Die Kür ist der Teil, den kaum jemand zeigt, nämlich an echte, frische Daten über Ihre lokale Konkurrenz zu kommen, statt Matrizen mit Bauchgefühl zu füllen. Genau da liegt der Unterschied zwischen einer hübschen Präsentation und einer Analyse, auf die Sie Entscheidungen bauen können. 1.992 Restaurants allein in München, mit Bewertungen, Website-Status und Kontakt, frisch von der Karte. Wer sie nutzt, sieht nicht nur, dass es Konkurrenz gibt, sondern wo sie schwach ist.

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